Generationengerechtigkeit
Generationenvertrag
Der Generationenvertrag beruht auf der Solidarität einer Generation gegenüber der nächsten. Zwei Stoßrichtungen sind dabei wesentlich. Einerseits erwirtschaftet die jüngere Generation die Altersvorsorge für die ältere, andererseits müssen Kinder in die Welt gesetzt werden, die ihrerseits wieder die Altersvorsorge ihrer Eltern gewährleisten sollen.
Status
Durch den medizinischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte ist die Lebenserwartung signifikant gestiegen, das Pensionseintrittsalter blieb aber im Wesentlichen unverändert. Das führte dazu, dass die Menschen heute bei gleicher Lebensarbeitszeit länger Anspruch auf Leistungen aus ihrer Altersvorsorge haben. Gleichzeitig hat sich die Geburtenrate in den letzten 40 Jahren fast halbiert: Lag sie in Österreich 1966 noch bei 2,7 Kindern pro Frau, so liegt sie heute lediglich bei 1,4.
Herausforderung
Im Ergebnis kommen immer weniger Berufstätige für immer mehr Pensionisten auf, und das Ende dieser bedrohlichen Entwicklung ist noch nicht abzusehen. Die Aufrechterhaltung der Generationengerechtigkeit durch eine nachhaltige Sanierung des Generationenvertrages wird die große Herausforderung der kommenden Jahre.
Ziel
Ziel muss es sein, durch Förderung von Familien mit Kindern und Anpassung des Pensionssystems an die neuen medizinischen Möglichkeiten auch der heutigen jungen Generation einen Anspruch auf staatliche Altersfürsorge zu geben, die zumindest die elementaren menschlichen Grundbedürfnisse abdeckt.
Aufgabe
Es ist notwendig ein Problembewusstsein zu schaffen und gemeinsam generationenübergreifend eine für alle Seiten tragbare Lösung zu erarbeiten – im Sinne einer solidarischen Generationengerechtigkeit.
Eine der großen Stärken des ÖCV war stets seine gesellschaftspolitische Kompetenz und so ist es Ziel des Vororts Severina, ein politisch diskutierbares Konzept zu erarbeiten, damit der ÖCV auch im kommenden Studienjahr seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung für Österreich nachkommt.


