In Kürze

Österreichischer Cartellverband

Dachverband 46 katholischer
österreichischer Studenten-
verbindungen

größter Akademikerverband
Österreichs mit knapp
13.000 Mitgliedern

www.oecv.at

Der Österreichische Cartellverband

ÖCV

Der ÖCV ist mit knapp 13.000 Mitgliedern der größte Studenten- und Akademikerverband Österreichs. Er ist der Dachverband für 46 katholische Studentenverbindungen, die in allen großen Universitäts- sowie einigen FH-Städten des Landes beheimatet sind. Verbunden sind diese Verbindungen durch ihre vier Grundprinzipien:

  • Religio: Leben und Bekenntnis des römisch-katholischen Glaubens
  • Patria: Bekenntnis zum demokratischen Österreich
  • Scientia: Streben nach Wissen
  • Amicitia: Lebensfreundschaft

Sowie sich viele Mitglieder auf Basis dieser Werte in Kultur, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft engagieren, beteiligt sich auch der ÖCV als Sprachrohr der durch ihn vertretenen Verbindungen am gesellschaftlichen und politischen Leben unseres Landes.

Die Mitgliedschaft in einer Verbindung zeigt sich nach außen durch das Tragen von studentischen Farben: Über die Schulter werden die farbigen Bänder getragen und hinzu kommt eine Mütze als Kopfbedeckung.

Im Gegensatz zu national-freiheitlichen Verbindungen (Schlagende), wie z.B. Burschenschaften, bekennt sich der ÖCV zur demokratischen Republik Österreich sowie zur Integration in Europa. Jegliches deutsch-nationale Gedankengut entspricht nicht dem Prinzip "Patria". Waffenduelle (z.B. Mensur) gelten für die Mitglieder als nicht mit einem christlichen Menschenbild vereinbar und werden daher kategorisch abgelehnt.

Die Wirkungsgeschichte des CV in Österreich, sowie seine Vernetzungen in der Politik, in der Kirche und in der studentischen Interessensvertretung (Österreichische Hochschülerschaft) ist für das Verständnis der österreichischen Zeitgeschichte und der Politik von hoher Wichtigkeit.

Im Juli 1856 schlossen die beiden katholischen Studentenverbindungen "Winfridia Breslau" und "Aenania München" per Brief ein "Cartellabkommen". Dies gilt gemeinhin als die Geburtsstunde des Cartellverbandes.

In Österreich gründete sich 1864 die erste Korporation dieser Art in Innsbruck und wählte den Namen "Austria". Zunächst gab es innerhalb der K.u.K.-Kronländer nur wenige katholische Verbindungen, diese schlossen sich dem Cartellverband an. Aufgrund der Konfrontationen mit dem Nationalsozialismus hat sich 1933 der Österreichische Cartellverband (ÖCV) gegründet.